Liebe queere Familien mit Adoptionszwang und Allies,

wir sind ein verheiratetes Frauenpaar und haben im Mai unser gemeinsames Kind auf dieser Welt begrüßen dürfen. Aufgrund der derzeit in Deutschland geltenden rechtlichen Situation hat unser Kind – entgegen des höchsten Rechtsgutes des Kindeswohles- nur einen Elternteil, nämlich diejenige von uns beiden, die unser Kind geboren hat.

Vor diesem Hintergrund und weil es uns zutiefst verletzt und von uns als herabwertend und entwürdigend empfunden wird, auf eine langwierige und tief in unsere Privatsphäre eingreifende Adoption verwiesen zu werden, überlegen wir nun, den Klageweg zu beschreiten und hierüber gerichtlich feststellen zu lassen, dass wir beide Eltern unseres gemeinsamen Kindes sind.

Hierzu sind wir mit Rechtsanwältin Lucy Chebout in Kontakt getreten, die bereits eine weitere Familie in einer vergleichbaren Situation vertritt. Die Erfolgsaussichten für eine solche Klage sind eher gering, wenn auch nicht ausgeschlossen. Wir hoffen aber, damit mindestens den politischen Druck, endlich Regelungen zu treffen, die nicht die Grundrechte von Kindern und Eltern verletzen, zu erhöhen und größere Aufmerksamkeit für das Thema zu schaffen.

Je mehr Paare sich uns anschließen, desto wahrscheinlicher, dass wir alle mit unserem gemeinsamen Anliegen Erfolg haben. Wir wollen uns hierzu mit weiteren betroffenen oder in diesem Bereich engagierten Personen / Organisationen vernetzen und gemeinsam überlegen, welche Möglichkeiten bestehen, dazu beizutragen, diesen grundrechtswidrigen Zustand zu beheben. Nicht zuletzt wäre es auch hilfreich, finanzielle Unterstützung für unser Vorhaben zu bekommen. Wir sind natürlich neben dem Klageweg auch für andere Vorschläge offen.

Rechtsanwältin Chebout wäre jedenfalls gerne bereit, auch weitere Paare zu vertreten, die den Klageweg bestreiten wollen und hat sich auf unsere Anfrage sofort bereit erklärt, hierzu in einer kostenlosen Videokonferenz zu informieren. Sie arbeitet zusammen mit der Gesellschaft für Freiheitsrechte e.V. (GFF).

Wir suchen nun zum einen nach weiteren betroffenen Paaren, die sich zum Thema gerichtliche Feststellung der Elternschaft informieren und hierfür an einer Videokonferenz mit Rechtsanwältin Chebout teilnehmen wollen. Zum anderen suchen wir aber auch nach Personen / Organisationen, die sich zu anderen Möglichkeiten, Druck auszuüben, vernetzen oder einfach hilfreiche Vorschläge / Unterstützung anbieten wollen. Alle konstruktiven Beiträge sind willkommen!

Herzlichst,
Christina Klitzsch-Eulenburg und Janina Eulenburg

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